WOBI: Sinich, erstes Baulos der Sanierung in der Damiano-Chiesa-Straße abgeschlossen
Die Arbeiten an Fassaden und Fenstern sind beendet: Dank Vorfertigungstechniken konnte ein Umzug der Mieterinnen und Mieter vermieden werden. Nun startet das zweite Baulos zur Aufwertung der gesamten Wohnanlage.
Der Sanierungsplan für die WOBI-Wohnanlage in der Damiano-Chiesa-Straße in Sinich erreicht einen wichtigen Meilenstein. Mit dem Abschluss des ersten Bauloses und dem bevorstehenden Beginn der zweiten Phase bekräftigt das Wohnbauinstitut des Landes Südtirol sein Engagement für die Erneuerung eines der bedeutendsten Wohnquartiere des Meraner Ortsteils mit über 110 Wohnungen.
Das erste Baulos, das dem Unternehmen Baumänner anvertraut wurde und im September begonnen hatte, konzentrierte sich auf die Sanierung der Gebäudehülle. Aufgrund des Alters der ursprünglichen Baustrukturen war ein umfassender Eingriff erforderlich: Die Fassadenelemente wurden vollständig ersetzt. Dabei kamen planerische Lösungen zum Einsatz, die die Energieeffizienz des Gebäudes deutlich verbessern, ohne dessen ursprüngliche architektonische Identität zu verändern.
„Historische Gebäude des sozialen Wohnbaus zu sanieren bedeutet, ein sensibles Gleichgewicht zwischen dem Respekt vor der Vergangenheit und den technologischen Anforderungen der Zukunft zu finden“, betont WOBI-Präsidentin Francesca Tosolini. „In der Damiano-Chiesa-Straße ersetzen wir nicht nur Fenster oder dämmen Wände: Wir sichern die Langlebigkeit eines öffentlichen Bestandes, der weiterhin Wohnqualität, Würde und Komfort bieten muss. Der Wert dieses Eingriffs bemisst sich nicht nur an der energetischen Verbesserung, sondern auch an der Fähigkeit, einem ganzen Stadtviertel neuen Wert zu verleihen.“
Ein besonderes Merkmal der Baustelle war die geringe Beeinträchtigung des Alltags der Bewohnerinnen und Bewohner. Dank moderner vorgefertigter Systeme und einer optimierten Baustellenlogistik konnten die Arbeiten überwiegend von außen durchgeführt werden. Dadurch konnten die Mieterinnen und Mieter während der Bauarbeiten in ihren Wohnungen bleiben. Der Austausch der innenliegenden Fensterelemente wurde pro Wohneinheit innerhalb eines einzigen Tages abgeschlossen, wodurch die Belastung für die Familien auf ein Minimum reduziert wurde.
„Für die Mieterinnen und Mieter ist eine Sanierung im bewohnten Zustand immer eine besondere Situation. Deshalb war es uns wichtig, sie frühzeitig zu informieren, ihre Anliegen aufzunehmen und die Abläufe so zu begleiten, dass die Belastungen möglichst gering bleiben“, erklärt Werner Stuppner, Direktor der WOBI-Mieterservicestelle Meran. „Der Abschluss des ersten Bauloses zeigt, dass technische Erneuerung und soziale Aufmerksamkeit Hand in Hand gehen können.“
„Mit dem Abschluss des ersten Bauloses ist ein wichtiger Schritt zur Sicherung und Aufwertung dieses für das WOBI wichtigen Wohnungsbestandes gesetzt“. erklärt Wohnbaulandesrätin Ulli Mair. „Dank sorgfältiger Vorbereitung und technisch guter und effizienter Umsetzung konnte der umfassende Eingriff mit nur minimalen Beeinträchtigungen für die Mieter realisiert werden. Gerade weil die Siedlung seit Jahren als sozialer Brennpunkt gilt, kommt dem zweiten Baulos besondere Bedeutung zu: Neben dem Abschluss der energetischen Sanierung geht es darum, Schäden an der Bausubstanz zu beheben und die Außen- und Gemeinschaftsflächen neu zu gestalten, denn wo das Umfeld intakt und gepflegt ist, hat Verwahrlosung weniger Raum und Achtsamkeit im Alltag nimmt zu.“
„Innovation in den Bauabläufen ist der Schlüssel für einen modernen sozialen Wohnbau: Eingriffe an bewohnten Gebäuden erfordern Sensibilität und Schnelligkeit“, unterstreicht Präsidentin Tosolini. „Wir sind stolz darauf, einen so komplexen Eingriff mit Rücksicht auf das Leben der Mieterinnen und Mieter sowie technischer Effizienz und sozialer Nachhaltigkeit verbunden zu haben.“
Während die erste Phase abgeschlossen wird, blickt das Institut bereits in die Zukunft: Das zweite Baulos, das der Gruppe Area Architetti Associati anvertraut wurde, steht vor dem Start. Dieser nächste Schritt wird die energetische Sanierung der gesamten Wohnanlage abschließen und zugleich die Qualität des gemeinschaftlichen Wohnens in den Mittelpunkt stellen. Das Projekt sieht eine Neugestaltung der Außenbereiche und Gemeinschaftsflächen vor, die Begegnung fördern und den Bedürfnissen der Gemeinschaft von Sinich entsprechen sollen.
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