In Don Bosco die ersten „technologischen Regenwasserabflüsse“ gegen Mücken. Pilotprojekt im Stadtviertel startet
In den Innenhöfen wurden rund 150 automatische Larvizid-Spender installiert. Das ökologische und automatisierte System soll im Hinblick auf den Sommer die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner verbessern.
Der Vermehrung von Mücken in besonders betroffenen Wohnanlagen durch innovative technologische Lösungen für die Pflege des Wohnumfelds vorbeugen: Mit diesem Ziel hat das Wohnbauinstitut des Landes Südtirol ein gezieltes Pilotprojekt im Bozner Stadtviertel Don Bosco gestartet. Innerhalb des von der Sassaristraße, Alessandriastraße, Baristraße und Parmastraße begrenzten Bereichs wurden rund 150 Geräte der neuesten Generation installiert.
Die Wahl dieses Gebiets ist kein Zufall: In der betroffenen Zone wurden in den vergangenen Jahren die größten Probleme im Zusammenhang mit den lästigen Insekten verzeichnet. Ursache dafür ist stehendes Wasser, das in rund 80 Prozent der Regenwasserabflüsse und Lichtschächte festgestellt wurde und ein ideales Umfeld für die Eiablage darstellt. Das neue System, das in Zusammenarbeit mit der Firma Luxor im Rahmen eines zweijährigen Vertrags entwickelt und betreut wird, unterbricht den Fortpflanzungszyklus der Larven bereits an der Wurzel.
„Die sommerlichen Belastungen durch Mücken erfordern einen pragmatischen und nicht nur punktuellen Ansatz“, erklärt die Präsidentin des WOBI, Francesca Tosolini. „Wir sind uns bewusst, dass das Problem nicht vollständig beseitigt werden kann, da es externe Faktoren gibt, die außerhalb unseres Einflussbereichs liegen. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass eine regelmäßige Larvizid-Behandlung das Aufkommen der Insekten drastisch reduziert. Wir haben bewusst in ein automatisiertes System investiert, um die Grenzen saisonaler und unregelmäßiger manueller Behandlungen zu überwinden. Sollten die Rückmeldungen in diesen zwei Jahren – wie bereits in anderen Bereichen – positiv ausfallen, ist es unser Ziel, diese Technologie schrittweise auf den gesamten Immobilienbestand des WOBI auszuweiten und Innenhöfe sowie Gemeinschaftsflächen für die Familien lebenswerter zu machen.“
Das Gerät besteht aus einem mechanischen Spender, der im Inneren von Straßenabläufen und Regenwasserabflüssen befestigt wird: Durch die natürliche Temperaturschwankung zwischen Tag und Nacht wird eine Ventilfunktion aktiviert, die täglich eine genau dosierte Menge eines physikalisch-mechanisch wirkenden Antilarvenmittels abgibt. Der Mechanismus gewährleistet eine konstante Abdeckung über 7 bis 8 Monate – unabhängig von den Witterungsbedingungen – und schließt das Risiko von Vergesslichkeit oder Verzögerungen bei der manuellen Ausbringung von Tabletten oder Flüssigkeiten aus.
Die Maßnahme zeichnet sich durch ein hohes Maß an Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit aus: Nach der Installation genügt es in den folgenden Saisonen, den Behälter einfach nachzufüllen. Dadurch werden die Arbeitskosten reduziert und gleichzeitig die größtmögliche Pünktlichkeit des Dienstes sichergestellt. Die Initiative des WOBI fügt sich in einen Trend wachsenden Interesses an urbaner Prävention ein. Das Lieferunternehmen hat bereits ähnliche Bestellungen von verschiedenen privaten Hausverwaltungen in der Stadt erhalten – ein weiterer Beleg für die Wirksamkeit der gewählten Technologie zum Schutz der öffentlichen Gesundheit und zur Wahrung der Lebensqualität in den Stadtvierteln.
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