WOBI blickt in die Zukunft und setzt ein klares Signal: Eine Taskforce soll mehr Wohnungen schneller und nach einheitlichen Standards sanieren

27.05.2026, 22:00

Im Mittelpunkt der Initiative steht ein ambitioniertes Ziel: eine größere Anzahl von Wohnungen in kürzerer Zeit zu sanieren, ohne dabei Abstriche bei der Qualität zu machen.

Dabei geht es nicht nur um Geschwindigkeit. Die Arbeitsgruppe verfolgt einen strukturellen Ansatz: Einheitliche Verwaltungs- und technische Verfahren sollen in der gesamten Provinz Bozen angewandt werden. Damit will das Institut für den sozialen Wohnbau nicht nur interne Abläufe effizienter gestalten, sondern auch mehr Transparenz und Verlässlichkeit für alle Beteiligten gewährleisten.

„Als Verwaltungsrat des WOBI haben wir eine klare und strategische Entscheidung getroffen: die Einrichtung einer neuen Arbeitsgruppe, die sich den außerordentlichen Maßnahmen zur Sanierung der Wohnungen widmet. Es handelt sich um eine technisch-logistische Einheit, die dringende und zeitnahe Eingriffe im gesamten Landesgebiet gewährleisten und die Zahl der für die Wiederzuweisung verfügbaren Wohnungen strukturell erhöhen soll. Die rasche Umsetzung dieser Maßnahmen ist ein wesentlicher Faktor, um die Zeiten der Nichtverfügbarkeit zu verkürzen und die Gesamteffizienz des öffentlichen Wohnungsbestandes zu verbessern“, erklärt Präsidentin Francesca Tosolini.

Auch Landesrätin für Wohnbau Ulli Mair unterstreicht die Bedeutung der Initiative: „Die Einrichtung dieser Taskforce ist ein konsequenter Schritt, um die Sanierungs- und Wiederinstandsetzungsprozesse bestehender Wohnungen gezielt zu optimieren und zu beschleunigen. Damit werden einerseits die Zeiten der Nichtverfügbarkeit verkürzt und gleichzeitig mehr Wohnungen insgesamt nutzbar gemacht, was sich unmittelbar positiv auf die Deckung des Wohnbedarfs auswirkt und die Wartezeiten verkürzt.“

Das WOBI verfolgt ein klares Ziel: Die Zahl der sanierten und wiederinstandgesetzten frei gewordenen Wohnungen soll Jahr für Jahr erhöht werden, bis dauerhaft über 450 Einheiten pro Jahr erreicht werden.

Bereits heute ist die Tätigkeit beachtlich: In 145 Wohnungen laufen derzeit Arbeiten, während für weitere 209 Einheiten die Planungen eingeleitet wurden. Insgesamt handelt es sich somit um 354 Wohnungen, die sich bereits in der Umsetzungs- oder Vorbereitungsphase befinden. Betreut wird diese Tätigkeit von 13 internen Technikerinnen und Technikern, die im Durchschnitt jeweils rund 25 Wohnungen gleichzeitig begleiten.

Ein zentrales Element der Strategie ist auch die verstärkte Zusammenarbeit mit dem Bausektor. Lokale Bauunternehmen sowie freiberufliche Technikerinnen und Techniker sollen von klaren Strukturen profitieren. Ziel ist es, das WOBI durch standardisierte Verfahren und eine schrittweise Digitalisierung der Prozesse als attraktiven und verlässlichen Auftraggeber zu positionieren.

Die finanziellen Mittel unterstreichen diese Ambitionen: Für den Zeitraum 2026–2028 stehen rund 50 Millionen Euro für Sanierungs- und Wiederherstellungsmaßnahmen an WOBI-Wohnungen zur Verfügung. Zwischen März und April 2026 wurden bereits Arbeiten zur Wohnungssanierung im Umfang von 9 Millionen Euro ausgeschrieben. In der ersten Sommerhälfte kommen weitere 6 Millionen Euro hinzu.

Es handelt sich um eine Investition, die nicht nur den öffentlichen Wohnungsbestand erneuert, sondern auch positive Impulse für die lokale Wirtschaft setzt.