In Latsch acht neue Wohnungen übergeben

07.06.2026, 22:00

Neues Wohnhaus in der Erweiterungszone „Kreuzbichl“ fertiggestellt. Ein energieeffizientes, barrierefreies Projekt, das die Gemeinschaft fördert.

Das Wohnbauinstitut des Landes Südtirol hat in der Gemeinde Latsch eine neue Wohnanlage fertiggestellt und übergeben. Das Gebäude im Viertel „Kreuzbichl“ in der Zeno-Tanzer-Straße stellt der örtlichen Gemeinschaft acht neue Wohnungen auf drei oberirdischen Geschossen zur Verfügung. Ergänzt wird die Anlage durch ein Untergeschoss mit zehn überdachten Autoabstellplätzen und acht Kellern. Das Projekt zeichnet sich durch hohe Nachhaltigkeitsstandards aus: Das Gebäude wurde mit der Energiezertifizierung KlimaHaus A ausgezeichnet und ist vollständig an das Fernwärmenetz angeschlossen. Dadurch werden der Energieverbrauch und die Betriebskosten für die Mieterinnen und Mieter deutlich reduziert.

„Dieses neue Wohnhaus fängt einen Teil des Bedarfs an sozialem Wohnraum in Latsch und darüber hinaus im Vinschgau konkret auf. Die solide Bauweise sichert den künftigen Mietern der acht Wohneinheiten nicht nur einen guten Wohnkomfort, sondern hält durch energieeffiziente Lösungen auch die Kosten dauerhaft niedrig. Mein Dank gilt den Planern des WOBI, den Verantwortlichen der Gemeinde Latsch sowie der ausführenden Baufirma und allen beteiligten Handwerkern für die gelungene Umsetzung und verlässliche Zusammenarbeit“, betont die Landesrätin für Wohnbau, Ulli Mair.

„Die Fertigstellung dieser neuen Wohnanlage in Latsch ist ein wichtiges Signal für unsere Gemeinde. Leistbarer Wohnraum bleibt eine der zentralen Herausforderungen unserer Zeit, und es ist von großer Bedeutung, dass wir diesen gezielt zur Verfügung stellen – ohne dabei die Qualität des Bauens aus den Augen zu verlieren. Dieses Projekt zeigt, dass beides möglich ist: leistbares Wohnen und hohe bauliche sowie energetische Standards. Besonders erfreulich ist, dass neben der Qualität auch Aspekte wie Barrierefreiheit, Nachhaltigkeit und das gemeinschaftliche Zusammenleben berücksichtigt wurden. Damit entsteht nicht nur Wohnraum, sondern ein Ort, an dem Nachbarschaft aktiv gelebt werden kann. Ein solches Vorhaben braucht Zeit: Von der ersten Idee bis zur Fertigstellung sind viele Jahre vergangen. Umso größer ist jetzt die Freude, dass diese Wohnungen ihrer Bestimmung übergeben werden können und den Menschen konkret zugutekommen. Ein großes Anliegen ist mir zudem, dass Projekte wie dieses auch unter Einbindung der Bevölkerung gedacht werden. Es ist besonders wertvoll, wenn sich junge Menschen mit ihren Ideen einbringen und so aktiv an der Gestaltung ihres Lebensumfeldes mitwirken – das stärkt Identifikation und Zusammenhalt in unserer Gemeinde. Ich danke dem Wohnbauinstitut für die gute Zusammenarbeit sowie allen Beteiligten für die gelungene Umsetzung dieses wichtigen Projekts“, erklärt der Bürgermeister von Latsch, Mauro Dalla Barba.

„Jede neue Wohnungsübergabe ist ein wichtiger Meilenstein für den sozialen Zusammenhalt in unseren Gemeinden, insbesondere in peripheren Gebieten, in denen die Nachfrage nach qualitativ hochwertigem und leistbarem Wohnraum weiterhin hoch ist“, erklärt die WOBI-Präsidentin Francesca Tosolini. „Mit dem Bauvorhaben in Latsch geben wir nicht nur eine quantitative Antwort, sondern gewährleisten zugleich einen zukunftsweisenden Wohnstandard. In einem KlimaHaus-A-Gebäude zu wohnen bedeutet für Familien mehr Wohnkomfort und den Schutz ihrer Kaufkraft durch deutlich niedrigere Energiekosten. Genau in dieses Modell des öffentlichen Wohnbaus investieren wir weiterhin.“

Die interne Raumaufteilung wurde klar und funktional gestaltet, um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Haushalte gerecht zu werden: Die Wohnanlage umfasst zwei Dreizimmerwohnungen im Erdgeschoss sowie in den oberen Geschossen vier Wohnungen mit zwei Schlafzimmern und zwei Zweizimmerwohnungen. Besonderes Augenmerk wurde auf Inklusion und gemeinschaftliches Zusammenleben gelegt: Eine der größeren Wohnungen ist vollständig barrierefrei, während die gemeinsamen Außenbereiche als Spielzonen für Kinder und als Orte der Begegnung für die Bewohnerinnen und Bewohner gestaltet wurden.

„Die Qualität eines Wohnbauprojekts zeigt sich auch daran, ob es gute Nachbarschaftsbeziehungen fördern kann“, so Präsidentin Tosolini abschließend. „Deshalb war es uns wichtig, dass die Wohnanlage in Latsch von Anfang an ein einladender Ort ist – mit geschützten Abstellmöglichkeiten für Kinderwagen und grünen Außenbereichen, in denen sich die Bewohnerinnen und Bewohner begegnen können. Ich danke dem Bürgermeister von Latsch für die erfolgreiche Zusammenarbeit; die Bereitstellung von Grundstücken durch die Gemeindeverwaltungen ist eine unverzichtbare Voraussetzung, wenn neue Wohnungen geschaffen und konkrete Antworten auf die Bedürfnisse vor Ort gegeben werden sollen. Die Bauleitung, die intern von unseren technischen Strukturen betreut wurde, hat eine einwandfreie Umsetzung gewährleistet und zeigt die Fähigkeit des Instituts, öffentliche Mittel in dauerhaften sozialen Mehrwert umzuwandeln.“