IPES übergibt die Schlüssel für den erneuerten Sportplatz in der Via Cagliari

03.08.2025, 22:00

Zusammenarbeit mit Gemeinde und La Strada schafft Mehrwert für das gesamte Viertel

Bozen, 10. Juni 2025 – Zwischen Kindern aller Altersgruppen, die einem Ball hinterherjagten, und neugierigen Familien war die Begeisterung bei der offiziellen Schlüsselübergabe des neu gestalteten Mehrzweck-Sportplatzes an der Ecke Via Cagliari / Via Udine deutlich spürbar. Der von IPES vollständig sanierte Platz war Anlass für ein kleines Nachbarschaftsfest, das weit mehr erzählte als nur von einer formellen Übergabe.

Weniger als zwei Wochen nach einem Vandalenakt, bei dem der frisch fertiggestellte Zaun beschädigt worden war, ist das Spielfeld dank schneller Reparaturmaßnahmen wieder uneingeschränkt nutzbar. „Alles war bereit, es fehlte nur noch die offizielle Übergabe“, erklärte IPES-Präsidentin Francesca Tosolini und betonte, dass die rasche Lösung des Problems das konkrete Engagement des Instituts beweise.

Ein Modell für Synergien zwischen Institutionen und Zivilgesellschaft

Das Projekt ist ein gelungenes Beispiel für die Zusammenarbeit zwischen IPES, der Gemeinde Bozen – vertreten durch Stefano Santoro, Leiter des Amts für Jugend und soziale Förderung – und der Vereinigung La Strada – Der Weg, die das Gelände für die nächsten zwanzig Jahre verwalten wird. Ziel war es, IPES als Flächeneigentümer, La Strada mit ihrer sozialen Kompetenz, die Gemeinde mit ihren Ressourcen und ein Netzwerk von Vereinen sinnvoll zu vernetzen.

Die Formel ist einfach und wirkungsvoll. „Es ging nicht darum, ein Geschäft zu machen, sondern einen sozialen Treffpunkt zu schaffen, den das Viertel dringend braucht – mithilfe der Aktivitäten, Kompetenzen und der gemeinsamen Kraft verschiedener sozialer Akteure“, sagte Präsidentin Tosolini. „So ist ein Projekt entstanden, das keiner von uns alleine hätte auf die Beine stellen können. Jeder bringt etwas ein: Finanzen, Raum, Kompetenz.“

Mehr als nur ein Sportplatz

Die Idee ist, einen multifunktionalen Raum zu schaffen – nicht nur für Sport, sondern auch für Nachhilfe im Freien, Kartenturniere für Senior*innen und interkulturelle Nachmittage mit Snacks. Der Platz ist für Basketball, Fußball, Volleyball und Handball ausgestattet und hat bereits sein Potenzial als Anziehungspunkt unter Beweis gestellt. Für IPES ist er zudem eine Antwort auf wichtige erzieherische Bedürfnisse. „Dieser Raum wird zu einem echten Ventil“, so Tosolini.

Die Bewohner*innen übernehmen Verantwortung

Besonders bemerkenswert ist die direkte Beteiligung der IPES-Mieter*innen an der täglichen Betreuung des Platzes. Giovanna Tavernar und Naima El Afrah, beide Anwohnerinnen des Komplexes, haben sich bereit erklärt, das Gelände zu beaufsichtigen. „Frau Giovanna wird den Kindern Snacks zubereiten – sie hat ihre Hilfe angeboten, und das ist eine wirklich schöne Initiative“, sagte Tosolini zufrieden.

„Wenn mehr Leute mithelfen würden, statt nur zu klagen...“, warf Mieterin Tavernar ein. „Es braucht nicht viel, um mit anzupacken.“ Gute Absichten seien der Schlüssel zur Verbesserung des Viertels. „Tun ist ansteckend“, fügte sie hinzu und berichtete von der multikulturellen Zusammenarbeit in ihrem Wohnhaus. „Alle sind ausländischer Herkunft, aber wunderbare Mieter*innen. Auch die Treppenhausreinigung übernehmen wir gemeinsam – wir wechseln uns ab, und es ist sehr angenehm.“

Bedeutende Investition mit Weitblick

Die Neugestaltung bedeutete eine beträchtliche finanzielle Investition seitens IPES, mit einer kompletten Erneuerung der Bodenbeläge und Anlagen. Die 20-jährige Konzession ermöglicht es, nicht nur kurzfristig, sondern auch mittel- und langfristig zu planen. „Natürlich denken wir an Aktivitäten im Hier und Jetzt, aber wir haben auch eine Perspektive für die Zukunft“, betonte Alessio Cuccurullo, Präsident der Vereinigung La Strada.

Ein Modell mit Vorbildcharakter

„Alles, was ein Viertel schöner macht – auch optisch – steigert die Lebensqualität und verhindert Verfall“, schloss IPES-Präsidentin Tosolini und kündigte an, dass dieses Projekt als Modell für andere städtische Kontexte dienen könne. Der Platz an der Via Cagliari / Via Udine ist somit nicht nur ein zurückgewonnener Sportort, sondern ein konkretes Beispiel dafür, wie Zusammenarbeit zwischen Institutionen, Vereinen und Bürger*innen echten Mehrwert für die gesamte Gemeinschaft schaffen kann.