Meran, Stadtviertel Maria Himmelfahrt: WOBI übergibt die Schlüssel an die Genossenschaft Ginko
Wichtige Sanierungs- und Energieeffizienzmaßnahme in der Schießstand-Straße abgeschlossen. Der ehemalige Supermarkt eröffnet wieder als sozialer Quartiersraum mit Lehrküche und Werkstätten.
Die Rollläden des großen Geschäfts in der Schießstand-Straße Nr. 58, 60 und 62 in Meran gehen wieder hoch. Mit der offiziellen Schlüsselübergabe durch das Wohnbauinstitut der Autonomen Provinz Bozen (WOBI) an die Genossenschaft Ginko, die in den vergangenen Tagen stattgefunden hat, wird die Wiedergewinnung einer Immobilie abgeschlossen, die über Jahre das städtische Leben im Stadtviertel Maria Himmelfahrt geprägt hat. Die Maßnahme, betreut vom Technischen Amt Nord des WOBI, stellte nicht nur eine bauliche und normative Herausforderung dar, sondern ist auch ein zentraler Baustein in der Strategie zur sozialen Präsenz im Statdviertel .
Das Gebäude, das in den 1960er-Jahren kleine Nachbarschaftsgeschäfte beherbergte und später zu einem Supermarkt wurde, wurde umfassend saniert. Die Arbeiten umfassten die vollständige Anpassung an die Brandschutzbestimmungen sowie eine grundlegende energetische Verbesserung der Gebäudehülle. Neben der Erneuerung der Anlagen und der Schaffung barrierefreier Dienste wurden Fenster mit Dreifachverglasung sowie Wärmedämmungen an Wänden und Decken eingebaut, wodurch ein hoher Qualitätsstandard für die 240 Quadratmeter im Erdgeschoss und die dazugehörigen unterirdischen Lagerräume erreicht wurde, die nun an das städtische Fernwärmenetz angeschlossen sind.
„Öffentlichen Wohnbau heute zu verwalten bedeutet, in erster Linie ein menschliches und erst danach ein bauliches Vermögen zu betreuen“, erklärt Francesca Tosolini, Präsidentin des WOBI. „Wir sind dort präsent, wo wir einen Beitrag leisten können, der das Leben in den Stadtvierteln erleichtert. Ein aktives Geschäft mit eingeschaltetem Licht und einem ständigen Kommen und Gehen von Menschen ist ein Zeichen von Lebendigkeit, das weit über jede Logik der Kontrolle hinausgeht: Es ist der beste Schutz gegen Verfall und Einsamkeit in großen urbanen Zentren. Dieses Ergebnis ist das Resultat einer engen operativen Zusammenarbeit zwischen unseren Technikern und der Genossenschaft Ginko; wenn auf beiden Seiten der Wille vorhanden ist, entstehen Ergebnisse, die der gesamten Gemeinschaft zugutekommen.“
Für die Genossenschaft Ginko markiert die Schlüsselübergabe den Beginn einer neuen operativen Phase. Das Projekt sieht die Eröffnung eines Geschäfts vor, das kurze Lieferketten mit einer starken Bildungsdimension verbindet; der Raum wird eine Lehrküche, ein kleines Nähatelier sowie Momente der Ernährungsbildung für die Bewohner beherbergen. „Unser Geschäft ist ein sozialer Laden für das Viertel, ein Gebiet, das lange ohne wohnortnahe Nahversorgungsangebote geblieben ist“, betont Elda Dalla Bona, Präsidentin der Genossenschaft. „Wir möchten Begegnungsmöglichkeiten schaffen und den Wert der direkten Lieferkette sowie die Arbeit hinter jedem Produkt vermitteln. Wir haben sehr geschätzt, dass uns das Institut bei jeder technischen Begehung einbezogen hat; die Sorgfalt bei den Materialien und der Wärmedämmung hat unsere Erwartungen übertroffen. Nun ist es unser Ziel, die gesamte Stadt dazu einzuladen, dieses Viertel neu zu entdecken und einen ehemaligen Supermarkt in einen Ort des Lebens und der Bildung zu verwandeln.“
Auch der Leiter des Technischen Amtes Nord, Arch. Domenico Russo, unterstreicht die wichtige soziale Rolle des WOBI: „Die Wiedergewinnung ungenutzter Räume trägt zur Neugestaltung und Wiederbelebung der städtischen Peripherien bei und wirkt als Motor für eine effizientere Präsenz im Gebiet, indem sie die Schönheit des Wohnens in den Dienst der Menschen stellt.“
Der Eingriff in der Schießstand-Straße ist ein Modell der städtischen Erneuerung, bei dem öffentliche außerordentliche Instandhaltung auf die Projektkraft des dritten Sektors trifft. Die offizielle Eröffnung für die Öffentlichkeit ist nach Abschluss der finalen Einrichtung der Räume für das kommende Frühjahr vorgesehen.
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