WOBI-Garagen: Sicherheit hat Vorrang und neue Lösungen zur Berücksichtigung der Bedürfnisse der Mieterinnen und Mieter

02.03.2026, 23:00

Das WOBI skizziert einen Weg, der die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften mit der Berücksichtigung der von den Bewohnerinnen und Bewohnern geäußerten Anliegen bei der Verwaltung der Tiefgaragen verbindet. In einem Klima erneuerter Zusammenarbeit bestätigt das Institut die Entfernung der Kipptore in nicht vermieteten Garagenboxen und legt einen schrittweisen Anpassungsprozess sowie eine Lösung fest, die den Bedenken der Mieterinnen und Mieter Rechnung trägt: Vorgesehen sind verstärkte Kontrollen und neue Lösungen zur Verwahrung von Gegenständen.

Die Initiative sieht die schrittweise Entfernung der Kipptore in den Garagenboxen vor. Oberstes Ziel bleibt die Beseitigung potenzieller Brandlasten durch unsachgemäße Lagerung von brennbaren oder sperrigen Materialien in geschlossenen Garagen sowie die Gewährleistung eines unmittelbaren Zugangs und einer vollständigen Einsehbarkeit der Flächen für die Einsatzkräfte im Notfall.

„Das Prinzip der kollektiven Sicherheit duldet keine Ausnahmen, und es ist unsere Pflicht, die Unversehrtheit aller Familien zu schützen, die in unseren Gebäuden wohnen“, betont Präsidentin Francesca Tosolini. „Wir haben uns für einen Weg entschieden, der von schrittweisem Vorgehen, Dialog und Transparenz geprägt ist. Die Mieterinnen und Mieter werden laufend über die Entwicklungen und laufenden Bewertungen informiert, die darauf ausgerichtet sind, die beste Lösung im Interesse sowohl des Instituts als auch der Zuweisungsempfänger zu finden, die berechtigte Anliegen vorbringen.“

"Die geplanten Maßnahmen verfolgen das Ziel, die Sicherheit zu erhöhen, die bestimmungsgemäße Nutzung der Stellplätze sicherzustellen und unerwünschte Aktivitäten einzudämmen. Die Tore von zugewiesenen Stellplätzen werden entweder entfernt oder durch kleine, unaufwändige technische Maßnahmen so angepasst, dass die Flächen von außen einsehbar sind. Wichtig ist, dass die Umsetzung transparent und in Abstimmung mit den Mietern erfolgt"; erklärt Wohnbau-Landesrätin Ulli Mair.

Der vom WOBI verfolgte Ansatz ist schrittweise angelegt. Nicht vermietete Garagenboxen werden im Rahmen der umfassenden Neuorganisation der Garagenflächen nach und nach aufgelassen. Für derzeit zugewiesene Garagenboxen ist in jenen Fällen, in denen die Zuweisungsempfängerin oder der Zuweisungsempfänger die Entfernung des Kipptors nicht wünscht, eine Lösung vorgesehen, die den Erhalt des bestehenden Kipptors vorsieht, wobei dieses – sofern noch nicht gegeben – an die gesetzlichen Vorgaben angepasst und von außen einsehbar gemacht wird.

Der technische Direktor des Instituts, Arch. Dietmar Hafner,  bestätigt, dass jeder Eingriff unter dem Gesichtspunkt der technischen und anlagentechnischen Konformität analysiert wurde und weiterhin analysiert wird, um sicherzustellen, dass die Umgestaltung der Garagenboxen die Gesamtfunktionalität der Garagen nicht beeinträchtigt. Zudem bestätigt er, dass die bereits seit über zehn Jahren landesweit bei Garagensanierungen und Neubauten des WOBI umgesetzte Entfernung der Kipptore keine nachfolgenden Probleme aufgezeigt hat.

Im Zuge der Neuorganisation der Flächen wird das Institut außerdem einen geschlossenen Fahrradabstellraum errichten, der für jene Mieterinnen und Mieter bestimmt ist, die ihre Fahrräder sicher unterbringen müssen. Damit wird eine angemessene und geregelte Alternative zur Aufbewahrung von in Garagen nicht zulässigen Gegenständen geschaffen. Im Rahmen der umfassenden Sanierung der Garagen wird zudem die Beleuchtungsanlage vollständig erneuert, wodurch deutlich hellere und sicherere Umgebungen gewährleistet werden. Ebenso wird das ordnungsgemäße Schließen der Außentore sichergestellt, und der bereits bestehende Fußstreifendienst wird als zusätzliche Maßnahme zur Überwachung und zum Schutz der Gemeinschaftsflächen fortgeführt.

Abschließend bekräftigt das WOBI die Notwendigkeit einer strikten Einhaltung der Garagenordnung, wonach die Garagen ausschließlich zum Abstellen von Fahrzeugen zu nutzen sind. Die Kontrollen in den Garagen werden verstärkt, und das Institut wird konsequent gegen jene vorgehen, die die Stellplätze weiterhin als nicht genehmigte Lagerräume nutzen.