WOBI und Gemeinde Bozen: Vereinbarung zur Bereitstellung zweier Flächen des Instituts für inklusiven Sport in Vorbereitung
Das Verfahren zur unentgeltlichen Überlassung zweier WOBI-Grundstücke an die Stadtverwaltung wurde eingeleitet. Das Sportressort wird gemeinsam mit den örtlichen Vereinen ein Konzept erarbeiten, um geschützte Räume für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen oder besonderem Unterstützungsbedarf zu schaffen
Das Institut für den sozialen Wohnbau des Landes Südtirol (WOBI) und die Gemeinde Bozen haben die Vorbereitungen für eine Absichtserklärung aufgenommen, mit der zwei Grundstücke des Instituts der Stadtverwaltung unentgeltlich überlassen werden sollen. Diese institutionelle Zusammenarbeit zielt darauf ab, öffentliches Eigentum aufzuwerten und konkret auf soziale Bedürfnisse einzugehen.
Die in Ausarbeitung befindliche Vereinbarung ist das Ergebnis von mehr als einem Jahr fachlicher Abstimmungen und gemeinsamer Lokalaugenscheine der WOBI-Präsidentin Francesca Tosolini und der Bozner Stadträtin für Sport und Soziales, Patrizia Brillo. Sie wird es ermöglichen, zwei derzeit ungenutzte Flächen – einen eingezäunten Sportplatz und eine Grünfläche – aufzuwerten und der Allgemeinheit, insbesondere den Mieterinnen und Mietern des sozialen Wohnbaus, zur Verfügung zu stellen. Die Gemeinde Bozen wird die Grundstücke über ihr Sportressort übernehmen und gemeinsam mit den örtlichen Sportvereinen einen Planungsprozess einleiten, um Angebote für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen zu entwickeln. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei Kindern und Jugendlichen mit Autismus-Spektrum-Störungen und ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung).
„Wenn öffentliche Institutionen mit Weitblick und Ausdauer zusammenarbeiten, kann öffentliches Eigentum auf neue Weise der Gemeinschaft zugutekommen“, betont Präsidentin Tosolini. „Mehr als ein Jahr lang haben wir gemeinsam mit der Stadtverwaltung daran gearbeitet, die aus administrativer und technischer Sicht geeignetste Lösung für die Aufwertung dieser Flächen zu finden. Mit der Entscheidung, sie der Gemeinde unentgeltlich zu überlassen, verfolgen wir ein klares Ziel: Heute ungenutzte Flächen sollen zu Orten des Wohlbefindens und des Miteinanders werden.“
Die Grundstücke liegen in geschützten, vom Straßenverkehr abgeschirmten Bereichen und eignen sich für die Anlage von Cyclocross- und Mountainbike-Parcours – Sportarten, die Koordination, Gleichgewicht und Konzentration fördern. Zudem sollen die bereits vorhandenen Minibasketballfelder wieder nutzbar gemacht werden. Die Gestaltung der Flächen wird auf die Bedürfnisse jener Menschen abgestimmt, die ein geeignetes Umfeld benötigen, um sich sicher und unbeschwert bewegen zu können.
„Sport muss tatsächlich ein Recht für alle sein“, unterstreicht die Bozner Stadträtin für Sport und Soziales, Patrizia Brillo. „Für viele Kinder mit Behinderungen oder neurodivergente Kinder können herkömmliche oder unzureichend geschützte Umgebungen eine Barriere darstellen. Durch die Zusammenarbeit mit dem WOBI und die Bereitschaft von Präsidentin Tosolini, die diese Initiative von Anfang an mitgetragen hat und der ich dafür herzlich danke, schaffen wir die Voraussetzungen für Orte, die echte Inklusion ermöglichen. Wir machen nicht nur zwei Grundstücke wieder nutzbar, sondern beginnen gemeinsam mit den örtlichen Vereinen einen Planungsprozess, um diese Räume mit Fachwissen und Leidenschaft zu beleben und jedem Kind die Freude an Bewegung, Selbstständigkeit und Gemeinschaft zu ermöglichen.“
Mit der Behandlung eines erläuternden Vermerks im Gemeindeausschuss wurden die ersten formellen Schritte für die Vereinbarung gesetzt. Sie zeichnet ein Modell der integrierten Verwaltung öffentlicher Güter vor, das sich langfristig festigen soll. „Ich möchte der Gemeinde Bozen und insbesondere Stadträtin Brillo herzlich für den kontinuierlichen Dialog, die Beharrlichkeit und das Einfühlungsvermögen danken, die sie während dieses gesamten Prozesses gezeigt haben“, erklärt die WOBI-Präsidentin abschließend. „Dies ist ein greifbares Beispiel dafür, wie das Zusammenwirken öffentlicher Körperschaften einen konkreten Mehrwert für die Mieterinnen und Mieter und die gesamte Bevölkerung schaffen kann.“
Andere Pressemitteilungen dieser Kategorie
- WOBI: Tosolini zieht zum Ende ihrer Amtszeit Bilanz über sechs Jahre an der Spitze des Instituts – verantwortungsvolle Verwaltung, Weitblick und der Mensch im Mittelpunkt (09.09.2026, 15:00)
- WOBI-Wohnungen in Kurtinig an der Weinstraße: Zwei Wohnungen dank der Zusammenarbeit zwischen Institut und Gemeinde zugewiesen (04.09.2026, 14:48)
- WOBI: Neuer Wohnkomplex in Siebeneich fertiggestellt und bewohnt. Zusammenarbeit mit der Gemeinde und Blick auf die Mobilität (02.09.2026, 14:45)
